Die Kleinigkeiten aus dem Alltag

Die Skolarianer sind zurück

von: Irmgard 14. Juni 2010

Nachdem die Infiltration der Telefongesellschaft mit dem Ziel, die Menschheit zu verdummen, in letzter Minute abgewendet werden konnte, wird derzeit ein neuer Angriff gestartet, der zudem wesentlich effektiver ist.

Aus jedem Fernsehgerät, aus jedem Radio tönt ein nervenzerfetzendes Brummen. Sein Telefon konnte man ja damals noch auflegen; vor Autoradios gibt es kein Entrinnen.

Zac McKracken hat sich mit Anni irgendwohin zurückgezogen, von dort ist keine Hilfe mehr zu erwarten. Mag mal bitte jemand auf dem Mt. Rainier nachsehen, ob das Kristallgerät noch funktioniert?

Dumdidum .. ääh..  danke.

PS: Du weißt nicht, wer die Skolarianer sind?
guckst Du hieroder hier

Gebrauchtwagenhandel hat Konjunktur

von: Irmgard 31. Mai 2010

Jedenfalls werden die Gebrauchtfahrzeuge vom Autohandel gegenüber immer größer …

Da muß er aber erst mal ein wenig Platz machen auf seinem Hof.

Panzer

Als Zweitwagen vielleicht etwas teuer in der Unterhaltung, aber für den Wochenendeinkauf ist genügend Stauraum und Parkplatzprobleme hat man mit dem auch nicht - die Parklücke walzt man sich einfach frei.

Wir werden alle sterben

von: Irmgard 9. Januar 2010

Nachdem wir nun im vorigen Jahr doch nicht alle an der Schweinegrippe gestorben sind, werden wir aber jetzt wenigstens verhungern und erfrieren.

Die Top-Meldung des gestrigen Tages: Man solle sich mit Lebensmitteln und Kerzen eindecken, weil die Straßen vermutlich nicht mehr befahrbar sein werden ( und wahrscheinlich die Kaufhallen eingeschneit bis zum Dach / sonstwie nicht mehr erreichbar sind) und der Strom ausfallen wird.

Der Blick heute Morgen aus dem Fenster zeigte ca. 4mm Neuschnee, genau wars nicht auszumachen, weil der Wind alles breitgeweht hat.

Das Streusalz ist auch schon alle; dabei hatten doch alle auf die globale Erwärmung gesetzt.

Ein bißchen wird der Winter ja noch anhalten und für wohlige Panik in den Nachrichten sorgen; mal sehen, woran wir dann zu Ostern sterben werden.

Finanzierung der Herdprämie

von: Irmgard 12. November 2009

Also wenn es ja nun so sein soll, daß die Mütter wieder zu Hause bleiben sollen  um Brutpflege zu betreiben, dann könnte man ja eigentlich auch konsequent sein und die Hälfte der Abiturplätze und Studienplätze einsparen. Das lohnt sich ja dann doch nicht; vielleicht reicht es ja auch, wenn die Mädchen nur die Hauptschule absolvieren.

Einen eventuellen Feldversuch soll man aber bitte auf Bayern begrenzen.

Meine Großmutter hat Vorlesungen bei Bose und Einstein besucht. Bis zur Rente hat sie als Studienrätin gearbeitet und viele junge Menschen so geprägt, daß sie ihr noch nach vielen Jahren geschrieben haben.

Meine Mutter hat mit 4 Kindern und Vollzeitjob noch ein Fernstudium gemacht.

Meine Schwiegrmutter hat die Kleidung für DDR-Olympia-Mannschaften entworfen.

Ich hab vor 20 Jahren nach den Studium hier mit angefangen, unsere Firma aufzubauen und Eingaben an die Stadt geschrieben, um Krippenplätze zu erhalten.

Meine Tochter würde jeden für verrückt erklären, der von ihr erwarten würde, den nach 10 Jahren Lernen und Schuften erkämpften Traumjob wieder an den Nagel zu hängen.

Hint: die Familie besteht nicht nur aus der Mutter. Es gibt auch noch den Vater, Großeltern, Geschwister, Tanten. Und Nachbarn und Freunde.

Also hier wirds nix mit der Herdprämie, hier muß das Geld bitte für Bildung ausgegeben werden.

Weihnachten nicht vergessen

von: Irmgard 2. November 2009

Autobahn Sonntag Abend, dichter Verkehr, aber es rollt, es ist dunkel und nieselt so vor sich hin.

Gelegentlicher Blick in den Rückspiegel, um zu sehen, was sich hinter einem so tut, waaa…! Ich schau noch mal hin -  ein Weihnachtsbaum?!

Nach einem Moment wird es klar: dreispurige Autobahn, lange gerade Strecke bergab, Auto an Auto - hat sich in der Perspektive zum Lichterbaum zusammengeschoben.

Verrückt, für den einen Augenblick sah es echt aus.

Den Wink hab ich aber angenommen und werde dieses Jahr die Weihnachtsgeschenke schon etwas eher besorgen.

Der Computer ist nicht immer schuld

von: Irmgard 26. August 2009

Da stehen in einem Shop falsche Preise auf der Website.
Der Computer wars.

Dann bestellt ein Kunde was zu diesem Preis und der Computer schickt eine Auftragsbestätigung.

Ein Mensch hat das zwar schon längst gesehen, aber was soll er machen, wenns doch der Computer war.
Er schickt dem Kunden die Auffordung, eine Anzahlung zu leisten.

$cheffe sagt irgendwann “Das geht aber nicht, daß wir Dinge für 199 statt für 1999 verkaufen, mach das mal wieder richtig.”

Der Mensch schreibt jetzt dem Kunden, daß das mit den 199  nicht so gemeint war. Da Menschen aber nicht so schnell sind wie Computer, braucht der Brief 10 Tage, bis er das Haus verläßt.

Der Kunde zahlt aber nun nicht etwa einfach mal 1800, sondern sagt “Mit mir nicht!” und nimmt sich einen Anwalt.

Daß der Kunde Recht bekam, kann man inzwischen in den verschiedentlichsten Blogs, Pressemitteilungen und bei Heise lesen.

Anmerkung 1

Die Texte auf den verschiedenen Fundstellen ähneln sich auffallend. Es wird das Aktenzeichen erwähnt, in indirekter Rede geschrieben - aber nirgendwo findet man die Urteilsbegründung und die hätte ich ja mal ganz gern gelesen.

Ist sowas geheim? Oder stehen die Urteile nur irgendwo ausgedruckt in Regalen?
Oder find ich die nur einfach nicht im Netz, weil irgendwer User-agent: * Disallow: / hingeschrieben hat?
Oder gibt es die etwa nur gegen Bares irgendwo?

Anmerkung 2

Das Wenige, was so aus der Urteilsbegründung zitiert wird, ist ja nett:

“die von ihr in Gang gesetzte, bediente und beherrschte Maschine”
man hätte “nicht handlungsunfähig, quasi gefesselt, zusehen” müssen
“Briefe kann man aufhalten, bevor diese den eigenen Herrschaftsbereich verlassen. Eine Maschine wie einen Computer kann man ausschalten”.

Mit “Briefe” war hier das E-Mail mit der Anzahlungs-Aufforderung gemeint - renn sowas mal hinterher - und die SAN sollte man eigentlich auch nicht einfach ausknipsen - obwohl, manche machen auch selbiges.

Anmerkung 3

Man mag über den technischen Hintergrund lächeln oder auch nicht.

Aber es ist sehr erfrischend, auch von berufener Stelle zu lesen, daß trotz allem der Computer eben nichts weiter ist, als eine Maschine und daß die Arbeit eben so gut oder schlecht gemacht wird, wie es der Mensch dahinter tut.

Wie frustrierend es ist, wenn $uninteressierterMitarbeiter einem sagt, er könne nichts machen, “weil es so im Computer steht”, haben bestimmt schon die meisten selber erlebt.

Wenn der Nagel krumm in der Wand steckt, ist nicht der Hammer schuld.

Wunschlos

von: Irmgard 12. August 2009

Da weist uns google nun extra mit einem netten Logo auf die Perseiden-Schwäme heute Abend hin - und es regnet.

Keine Wünsche also sondern weiterhin selber schuften.

Wer soll das bezahlen

von: Irmgard 4. April 2009

Es ist zum schwindelig werden.

Milliarden über Milliarden Euros kommen plötzlich irgendwo her und werden in bodenlose Löcher geschüttet.

Je mehr geschüttet wird, desto mehr Leute schreien, daß sie ja jetzt auch ganz schlimm finanzkrisentechnisch betroffen sind und daß mindestens der Mond auf die Erde stürzt, wenn jetzt nicht sofort Milliarden, ach was, Billionen, in deren Löcher gestopft werden.

Dabei hätte es doch so einfach gehen können.

Jedem Bundesbürger über 18 wird eine Million Euro überwiesen.
Alle Kinder bekommen diese dann zu ihrem 18. Geburtstag.

Die Bundesregierung wäre mit 80 Millionen Euro fein aus dem Schneider und könnte gleich damit auch Hartz4 abschaffen und die Leute würden sich neue Autos auch ohne “Abwrackprämie” kaufen.
Unsere Steuergelder könnten z.B. dann dazu verwendet werden, Menschen zu bezahlen, damit sie Kinder betreuen und unterrichten, Pflegebedürftigen helfen, Schulen und Universitäten renovieren, anstatt einem armen Kerl die Cents in der Bettlerbüchse zu zählen.

Ach ja …