Die Kleinigkeiten aus dem Alltag

Was für ein Tag

von: Irmgard 23. April 2008

Die Temperatur hat sich endlich dem Wetterbericht[1] angepaßt, der uns schon seit Tagen den endgültigen Einzug des Frühlings[2] verheißt, die Vögel schaffen es beinahe, mit ihrem Gezwitscher den Lärm der unvermeidlichen Rasenmähermänner[3] zu übertönen, die Wiesen sind bunt gesprenkelt[4], meine Balkonblumen erholen sich vom Dauerregen, bei Edeka gibt es Maibowle und ich hab mir eine halbe Überstunde[5] genommen, um nach Hause zu fahren, die Sonne auf dem Balkon zu genießen und dieses hier zu tippen. Super!

[1] Schon mal aufgefallen: für Wochenenden gibt es immer eine optimistische Vorhersage. Niemals sagt einer: Leute, bleibt bis Mittag im Bett, kuschelt Euch dann aufs Sofa und legt euch ne schöne DVD ein, es regnet sowieso den ganzen Tag. Nein, es wird suggeriert, daß es ja vielleicht doch noch annehmbar werden könnte; vielleicht, damit doch noch ein paar mehr zu den Mittelalterfesten, Jahrmärkten und sonstigen Freiluftaktivitäten fahren, die so ins Wasser fallen.

[2] Ich finde den Frühling in diesem Jahr ausgesprochen gelungen. Kein Vergleich zum Vorjahr, wo den ganzen April über nicht ein Tropfen Regen gefallen ist und der Garten vertrocknete.

[3] Da wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis wir im Büro auch wieder aller 14 Tage gequält werden. Der Rasen kann vertrocknet sein, voller kleiner Blumen sein - egal, der Trecker dreht unentwegt seine Runden. Der Gärtner könnte ja auch mal das Unkraut rupfen, oder die Sträucher beschneiden oder sonstwie die Grünflächen verschönern - nein, es wird nur gemäht.

[4] Und ich hätte mal doch noch ein paar Samen im Garten versenken sollen …

[5] Dafür sitze ich dann heute Abend wieder bis um 8, weil ich Dinge auf nem Kundenserver installieren muß, und selbiger dabei möglichst nicht mehr von den Benutzern frequentiert sein sollte.

Kein Lese-Kaffee

von: Irmgard 17. April 2008

Da bin ich heute nach einem etwas zeitigeren Feierabend gleich zu meinem Lieblings-Bäcker gefahren. Nicht wegen des durchaus leckeren Kuchens dort sondern weil es da auch ein kleines Cafe gibt, wo man gemütlich sitzen und lesen kann.

Schon den ganzen Nachmittag hatte ich mich darauf gefreut und voller weiterer Vorfreude setze ich mich wieder an den zweiten Tisch am Fenster; die Bedienung weiß schon, daß ich nur Milch und keinen Zucker nehme und ich kramse in meiner Tasche und - verflixt - das Buch liegt zu Hause.

Hab ich also meinen Kaffee viel schneller als sonst getrunken und im Hinterkopf eine kleine neue Chance gesponnen, doch noch zu meinem Lese-Kaffee zu kommen.

Auf dem Tagesplan heute steht auch noch “Geschenke kaufen” und zu diesem Zweck fahre ich in die Shopping-Mall im Erfurter Norden. Da gibt es unter anderem einen Mediamarkt und einen Buchladen und damit halbwegs Chancen, für jugendliche Herren etwas Gefälliges zu erstehen - und es gibt mehrere Cafes.

Das eine liegt sonnig, weil unter dem Oberlicht; auf zierlichen Designerstühlchen kann man edle Eisbecher zu sich nehmen - das andere liegt ein wenig am Rande und man kann auf den breiten Sofas nicht nur sich, sondern auch Einkaufstaschen und Jacke platzieren und niemand meckert darob.

Dieses mein zweites Lieblingscafe hat außerdem noch neue Sofas bekommen - cool siehts aus. Jetzt fehlt nur noch das Buch zum Glück.

Aber es soll heute nicht sein. Tatsächlich finde ich heute kein Buch für mich. Science Fiction verkommt offenbar immer mehr zum Stiefkind in den Buchläden - ist das peinlich oder wie?

Es scheint überhaupt weniger Bücher zu geben - liegt wohl daran, daß die Bücher höher geworden sind. Richtig höher. Sieht echt doof aus, in einer Serie Taschenbücher mit 4 -6 cm Höhenunterschied.

Nun, dann werde ich in eben in der nächsten Woche die neuen Sofas mit einem meiner alten Bücher ausprobieren.

Ab 1. August hat das ja dann auch in Thüringen ein Ende.

Datenverarbeitung zwei

von: Irmgard 14. April 2008

Da hab ich also bei EasyJet mich halb durch eine Flug-Buchung geklickert bis ich zu dem Schluß gekommen bin, daß 5:30 doch eine unmenschlich frühe Zeit ist, um in den Urlaub zu fliegen. Aber andere Abflugszeiten gabs nicht nach Bristol bzw. London.

Wer muß überhaupt so zeitig fliegen, sinnierte ich noch. Ich meine, 7:00 war zwar im Sozialismus eine durchaus übliche Zeit für geschäftliche Dinge, aber alle Nachwende-Erfahrung hat gezeigt, daß man vor 9:00 nie jemanden irgendwo antrifft.

Aber ich schweife ab.

Jedenfalls flatterte 2 Tage nach meiner abgebrochenen Buchung mir eine Post von EasyJet in den elektronischen Briefkasten mit Werbung für Urlaubsziele in Cornwall. Sehr aufmerksam, hab ich mir so gedacht und dann drängte sich mir irgendwie die Datensammelwut unserer Stadtverwaltung ins Bewußtsein und  - nein - ich werde nichts dergleichen unterstellen - aber - verflixt - was machen die mit den Adressen?

Hallo Welt!

von: Irmgard 20. März 2008

“Hallo Welt” ist das erste, was man beim Programmieren lernt - und nun auch der erste Artikel im Blog.

Ich lasse ihn einfach so stehen.