Staatstrojaner und niemand regt sich auf

von: Irmgard 28. Oktober 2011

Oder warum die Chance der Piratenpartei nicht der Feldzug gegen die Schnüffelsoftware ist

Seit ein paar Wochen ist es amtlich: Unser Staat schnüffelt seinen Bürgern hinterher. Eine Welle der Empörung zieht sich durch die Pressewelt und den Piraten wird allenorts vorgeworfen, wir würden “den Elfmeter in der eigenen Hälfte vergeigen”. Oder so.

Was ist passiert?

Vor 4 Jahren wurde angekündigt, daß es eine irgendwie geartete Online-Überwachung von Computern geben solle, weil die Terroristen ja bösartigerweise verschlüsselte Mails senden würden, die man nicht lesen könne und man damit den terroristischen Anschlägen nicht rechtzeitig vorbeugen könnte.

Wir haben gelacht und gerätselt, wie man die Terroristen wohl dazu bringen könnte, nur Windows-Rechner zu verwenden und ob man den Bundestrojaner wohl über die ELSTER-Software verteilen würde, weil sie ja sicher auch brav ihre Steuererklärung abgeben oder ob ein HOCHWICHTIGES Mail vom BKA versendet würde und daß Blackberries offensichtlich noch unbekannte Gebilde sind.

Vielleicht würde man den Trojaner auch als Windows-Update tarnen und vielleicht würde man auch die Antiviren-Hersteller dazu verdonnern, nix dagegen zu tun.

Über diese Möglichkeiten von Screenshots, Einklinken in webcam, Hochladen von Dateien haben wir auch geredet und wie man das anstellen wolle, daß das keiner merkt, daß sein “Internet plötzlich so langsam ist”.

Die Kollegen meinten, die meisten DAUs bekommen ja auch so nicht mit, wenn ein Virus auf dem PC ist und massenhaft SPAM-Mails versendet,  warum denn hier.
Wie man mit so einer Schrotflinten-Methode etwas Relevantes herausfinden wolle, war zwar auch unklar, aber who cares. Man nimmt halt, was man kriegen kann. War ja früher hier nicht anders.

Nun ja, so ähnlich ist es jetzt gekommen: Es gibt einen “Staatstrojaner”, der nur auf Windos 32bit läuft. die 64bit Variante ist in Arbeit. Smartphones sind noch unbekannte Gebilde.

Das Ding wurde föllig unauffällig als System-DLL ins Windows-Verzeichnis gespielt.

Es kann Screenshots anfertigen, Webcams steuern, Dateien auf den PC kopieren und hat eine Update-Funktion.

Die Virenhersteller erkennen das Ding noch nicht aufgrund mangelnder Verbreitung; die Pattern sind wohl noch zu unspezifisch. Diese böse DLL, deren Namen ja nun herumging, wird jetzt aber selbstverständlich als Virus gebrandmarkt. So hab ichs zumindest verstanden.

(Was ich nicht verstanden habe: Offenbar läßt sich dieses hochwertige Stück Software bislang nur persönlich auf dem auszuspionierenden Rechner unterbringen. Nix mit ELSTER-Update oder so. WENN IRGENDEIN TYP MIT MEINEM NOTEBOOK HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN IRGENDWAS MACHT, dann wäre das erste, was ich täte, das Teil von vorn bis hinten durchzuchecken, was da passiert ist und mir dazu noch Hilfe zu holen. Da fehlt mir irgendwie ein Teil in der Berichterstattung.
Naja, vermutlich wird jetzt aber jedes Gerät, was vom Zoll am Flughafen “mal eben besonders kontrolliert werden muß” gleich zum CCC eingeschickt werden.)

So aber nun haben wir den Bundestrojaner - und es regt sich keiner auf.

Kollegen, Verwandte, Freunde sagen: “Ja was hast du denn erwartet? Was möglich ist, wird gemacht, war doch früher nicht anders.”

“Früher” - das war hier die allgegenwärtige Stasi. Jeder hat gewußt, daß Telefonanrufe mitgehört, Pakete geöffnet, Briefe gelesen, Gespräche belauscht werden.  Man konnte es nicht ändern und hat sich halt entsprechend vorsichtig verhalten.

Jetzt - wird ebenfalls abgehört, gescannt, was weiß ich noch. Der Unterschied, den ich keinesfalls kleinreden möchte: man kann ungestraft darüber reden, Zeitungen sind voll davon, Strafanzeigen werden gestellt. Es ist eben doch nicht “ganz so wie früher”.

Was aber geblieben ist - und das stimmt mich viel besorgter, als die ganze Aufregung um diesen #bundestrojaner: Die Menschen haben genau so eine schlechte Meinung von der Regierung wie “früher”. Mindestens genauso schlecht.

Auf meinem Schreibtisch stehen zwei Fotos. Meine Tante schaut mir nachdenklich und etwas resigniert zu. Sie ist 2003 gestorben und hat immer wieder gesagt: “Die neue Regierung ist viel schlimmer als die alte, glaub denen janichts.”

Die regierenden Politiker haben so vollkommen dermaßen jegliche Maßstäbe für Redlichkeit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit verspielt, daß viele jetzt einfach genauso handeln - also nehmen was man kriegen kann, ob auf ehrliche Weise oder nicht, egal. Und weitere viele Menschen sind einfach resigniert und sagen: “ihr ändert ja doch nichts, wartet nur, in ein paar Jahren seid ihr genauso wie alle anderen”.

Dann frag ich mich doch manchmal,  ob der Berg Unrat, der vor uns liegt, auch überhaupt etwas angekratzt werden kann.

Dann gibt es aber auch die Menschen, von denen ich viele bei den letzten Stammtischen getroffen habe: Leute, die gesagt haben”Endlich! Endlich gibt es wieder ein paar ehrliche Menschen, die hier tatsächlich etwas ändern wollen” “Ihr schafft das, laßt euch bloß nicht kleinreden” “Wir brauchen kein Gerede, das machen die anderen schon genug, wir brauchen Ehrlichkeit” “Antworten haben die anderen auch nicht, die reden bloß und machen nichts”

Auf dem anderen Foto ist mein Vater und schaut so, wie er immer war: optimistisch, heiter, zuversichtlich. “Du machst das schon” würde er wahrscheinlich sagen.

Nun denn. Vielleicht schaffen wir es ja wirklich, mit 17.000 Menschen hier etwas zu bewegen und zu verbessern. Das ist unsere eigentliche und wohl auch einzige Chance.

Mehr zum Bundestrojaner:

Von der Schutzwürdigkeit runder Ecken

von: Irmgard 11. August 2011

Absurdes im August 2011

Samsung möchte gern sein neues Galaxy Pad verkaufen, darf es aber nicht. Denn es hat runde Ecken und eine flache Oberfläche.

Diese weltweit einmaligen Merkmale läßt Apple sich mit einer einstweiligen Verfügung schützen:

  • ein rechteckiges Produkt mit vier gleichmäßig abgerundeten Ecken
  • eine flache, klare Oberfläche, welche die Vorderseite des Produkts bedeckt
  • eine sichtbare Metalleinfassung um die flache, klare Oberfläche
  • ein Display, das unter der klaren Oberfläche zentriert ist

Denn

“Das iPad hat das Produktsegment der Tablet Computer revolutioniert und sticht deutlich heraus.Daher wird ein Produkt, das im Wesentlichen dieselben Designmerkmale hat wie das iPad, sehr  leicht mit dem iPad verwechselt, jedenfalls wird der Verbraucher zumindest zu der Annahmeverleitet, dass das kopierte Produkt dieselbe Qualität hat wie das iPad.”

Deswegen besteht natürlich auch akute Verwechslungsgefahr von einen iPad mit einem Küchenbrettchen und Apple mußte dieser Produktpiraterie umgehend mit geballter Rechtsanwaltskraft begegnen.

Kaffee kann man aus einem Becher trinken oder aus einem Pott. Dann hat man einen Kaffeepott.

Eier kann man in einen Becher stecken oder auch in einen kleinen Pott. Der darf dann aber nicht eiPott heißen. Es könnte schließlich jemand auf die Idee kommen, es mit einem Music Player - nein nicht gleichen Namens, nur gleicher Lautmalung - zu tun zu haben.

Diese Urteilsbegründung ist natürlich unsinnig. Was eher einleuchten dürfte wäre sowas wie: he, wir haben hier hochbezahlte Werbefuzzis das ausbrüten lassen, jetzt klaut uns mal nicht unsere Ideen sondern habt selber welche.

Mit Ideenklau macht sich ja grad die CDU in Berlin lächerlich: Das Wahlplakat mit dem Hund und der Katze wurde inspiriert von einer Titelseite der Titanic aus dem Jahr 2005.

Sozusagen Cat Dog Union - das ist jetzt geklaut von G+ - aber ich weiß nicht mehr von wem! Bitte melden!

BTW: Ich würd ja gern wissen, ob Apple auch dann durchgekommen wäre, wenn der Eierbecher Eipott gehießen hätte.

Und dann gibt es noch diese Sache mit der Benutzeroberfläche von Smartphones: Beim schnellen Scrollen “hüpft” eine Seite quasi noch ein wenig, bis sie wieder verharrt. Diesen Effekt hat sich Apple patentieren lassen was zu einem Patentkrieg auf dem Rücken der Kunden führt - denn die können nicht kaufen, was sie gern möchten.

Freie Marktwirtschaft - ha! Ich will endlich mein Samsung Galaxy S plus!

google plus

von: Irmgard 11. Juli 2011

Ein netter Mensch hat mich eingeladen und nun bin ich auch drin und komme mir nicht mehr so ausgeschlossen vor.

Jaja, andere werben um Mitgliedschaft aber Google hat es schon begriffen, daß Verknappung die Nachfrage steigert. Nein, stimmt nicht ganz, dieses neue social network ist noch in der Testphase und neue Nutzer kommen halt nach und nach dazu.

Warum finde ich google+ jetzt viel besser als facebook?

  1. Weil es übersichtlicher ist.
  2. Es ist eine Mischung aus twitter, blog und facebook. Ich kann Themen von anderen Abonnieren, ohne daß ich die als “Freund” hinzufügen und mir die Rückbestätung als “Freund” einholen muß  - wie bei twitter - aber ich kann mehr als die 140 Zeichen schreiben, Links und Bilder einfügen - wie bei facebook.
  3. Die Leute, denen ich folge - “Freunde” ist doch wirklich zu weit hergeholt für Menschen, die man noch nie im RL gesehen hat- kann ich in “circles” gruppieren - so kann ich z.B. mal alles lesen, was die Piraten so schreiben. Das macht es um sovieles übersichtlicher als in facebook!
  4. Bei jedem Beitrag, den man schreibt, kann man festlegen, in welchem “circle” der erscheint. Also muß man seine family nicht mit Einladungen zu Piratenveranstaltungen nerven.
  5. Meine Startseite ist nicht vollgespammt mit Beiträgen wie “XY braucht Deine Hilfe bei $spiel”. Hoffentlich bleibt das auch so!
  6. Es soll keine Sockenpuppen geben, also Fake-Accounts bzw. anonyme accounts (Damit könnte Punkt 5 sich auch von allein erledigen. )
    Das würde allerdings auch Nutzer ausschließen, die ernsthafte Gründe haben, sich nicht mit ihrem Realnamen anzumelden. Mal sehn, wie google das handhaben wird.
  7. Man sieht zwar, daß man in “circles” bei anderen eingeordnet wurde - entspricht sozusagen der Meldung “xy folgt dir jetzt bei twitter”, aber nicht in welche.

Was muß noch besser werden?

  1. Als “Startseite” ist erst mal der “stream” von allen “circles” eingestellt. Das ist natürlich viel zu viel; man sollte sich seinen “Wunsch-circle” gleich als Start auswählen können.
  2. Es gibt keine Kombination von mehreren “circles”. Bitte Checkbox statt Radio-Button!
  3. Das was als Kurztext unter dem Namen steht, ist nicht das, was man im Profil dafür geschrieben hat.

So, jetzt werd ich mal weiter testen. Mein facebook-Profil lasse ich schon noch stehen, aber viel schreiben werd ich dort nicht mehr.

Schwarmintelligenz

von: Irmgard 14. Juni 2011

Seit dem ersten Juni 2011 treib ich mich ja auch bei twitter herum. Auch dort lernt man neue Dinge - abgesehen von den ganzen Neuigkeiten und NichtGanzNeuigkeiten, die man laufend auf seiner timeline findet.

“Neugierig, weitgehend beratungsresistend”

Es wunderte mich, was für seltsame Leute ich plötzlich als follower hatte. Leute, von denen ich noch nie was gehört hatte - und von denen ich eigentlich auch gar nichts jemals hören wollte. Ich habe gelernt, daß das twitterbots sind, also Accounts, die allem und jedem folgen in der Hoffnung, daß diese ihren Account auf autofollow gestellt haben - also damit neue follower generieren.

Diese kann man dann prima vollspammen mit Links zu überteuerten Urlaubsangeboten, Selbsthilfe-Ratgebern und ähnlich nutzlosen Dingen.

“Wir bringen Persönlichkeiten zusammen!”

Das Schöne an dieser Sache: In deren follower-Liste finden sich man fast nur genausolche Anbieter wieder. Das Gratisch-Fetischforum steht über Bäder mit exklusivem Design, mit naturreinen Räucherstäbchen aus Nepal und RySlim Green Coffee mit Ling Zhi, wo sich dann der pensionierte Banker neben dem Kölner mit Marketing-Erfahrung wiederfindet.
Eine Dame mit tiefem Dekolleté möchte gern Privatkredite von Privat an Privat zeigen (so nennt man das also heutzutage, interessant) womit man dann beispielsweise Geschäftsgelegenheit, Geld, Beauty, passives Einkommen, Erfolg, Business, MLM, Erfolg finanzieren könnte. Das Geld könnte man dann wieder für nice vacation villas in Cape Coral,Florida oder für Elektrosmog-Neutralisation ausgeben.

“Folge mir und Du erhälst wertvolle Tipps.”

Die Infos über persönliche, familiäre und finanzielle Gesundheit konkurrieren mit dem Ratgeber für mentale, geistige und körperliche Fitness

Bei diesem Überangebot braucht man selbstverständlich auch Informationen zur Zeitersparnis und customized solutions for your businesses and activities; vielleicht hilft auch Selbsterkenntnis durch Symbiose aus Neurowissenschaft und Meditation.

Das ist so krass: kein Mensch liest das Ganze, da “reden” bots mit bots. Quasi im Selbstlauf bilden sich künstliche Netzwerke - erste Formen von Schwarmintelligenz? Wir sollten das beobachten.

Ich frag mich allerdings, wie der Generalsekretär FDP Thüringen da hineingeraten ist. Vielleicht möchte er ja nur trotz Stress ein entspanntes Leben führen.

Rekursives web 2.0

von: Irmgard 7. Juni 2011

So das Blog ist jetzt web-zwo-null gepimpt und jeder sieht, was ich grad (oder jedenfalls so vor kurzem) in die Welt gezwitschert habe.

Und wenn ich jetzt diesen Artikel twittere, endet es in Rekursion und ein schwarzes Loch wird das Universum verschlingen.

Ich geh grad mal mein Handtuch holen.

Ich will nicht ins Internet!

von: Irmgard 21. Oktober 2010

Nein, man will sein Haus natürlich keinesfalls bei google streetview sehen!

Sehen will man aber natürlich all die anderen Häuser - Deutschland ist eines der Länder, welches den Dienst am häufigsten nutzt - das so nebenbei.

Und weil man nun aber gar nicht ins Internet will, läßt man sich vor seinem Haus fotografieren und das Foto mit Name und Wohnort veröffentlichen: Kein Bild von meinem Haus bei google!

Dazu noch eine nette Einscheidungshilfe bei Heise gefunden.

Ey isch pixel dich!

von: Irmgard 26. August 2010

Jawoll, darauf brauchte man ja nicht lange zu warten.

Die Borussen-Fans wollen die Schalke-Arena verpixeln lassen: http://www.schwatzgelb.de/2010_08_18_a_message_to_you_street_view.html

Da haben wir jetzt gleich zwei neue Volkssportarten: die einen lassen die Gebäude verschwinden und die anderen laden dann megabytegroße Fotos davon bei Panoramio hoch.

Ich geh jetzt mal den Bundestag pixeln.

Hier gibt es nichts zu sehen

von: Irmgard 23. August 2010

Anfahrt zum Hotel in fremder Stadt suchen? Kein Problem, wozu gibts Google-Maps, da kann man sich auch gleich noch die Reiseroute mit allen Hinweisen, Entfernungen, Zeitangaben ausdrucken.
Dann wählt man die Satellitenansicht und schaut sich die Gegend nochmal von oben an und wem das noch nicht ausreicht, der nimmt die Vogelperspektive vom Microsoft und betrachtet das hochauflösend aus allen Himmelsrichtungen.

Kann sich eigentlich überhaupt noch jemand dran erinnern, daß es Zeiten gab, wo man im Internet kaum eine Routenplanung kostenlos bekommen hat? Vermutlich nicht.

Jetzt will Google auch noch die Straßenansichten bereit stellen und das deutsche Volk gackert plötzlich wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen.

Seit Januar 2010 werden von jedem Arbeitnehmer soviel Daten an einer Stelle gespeichert, wie sich die meisten vermutlich gar nicht vorstellen können. Neben den normalen Zahlen für Gehalt, SV-Beiträge, Kinder, Kindergeld, kommen dann auch noch solche Dinge hinzu wie:

  • Anzahl, Beginn und Ende sowie „Arten” von Fehlzeiten (z.B. Krankheit, Mutterschutz, Pflegezeit, Elternzeit, Wehrdienst/Zivildienst, usw.)
  • Höhe und Art sonstiger steuerpfl. Bezüge (Weihnachts- u. Urlaubsgeld, zusätzl. Monatsgehälter, Gratifikationen,Tantiemen, Urlaubsabgeltungen, Abfindungen …)
  • Höhe und Art von steuerfreien Bezügen (z.B. Pensionskasse-Zuwendungen durch den Arbeitgeber, Kurzarbeitergeld, steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse, Zuschüsse bei Mutterschaft usw.)
  • Zeitpunkt des Beginns sowie voraussichtliches und tatsächliches Ende einer Ausbildung
  • Arbeitgeber-Zuschuss zur freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung
  • Grund von Arbeitszeitänderungen
  • Arbeitsstunden – aufgeschlüsselt in Arbeitsstunden jeder einzelnen Kalenderwoche des Monats
  • Urlaubsanspruch und tatsächlich genommene Urlaubstage, Urlaubsentgelt
  • Angaben zu befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Angaben zu Entlassungen und Kündigungen
  • Auskunft über bereits erfolgte Abmahnungen im Vorfeld von Kündigungen
  • Schilderung von „vertragswidrigen Verhalten” des Angestellten/Arbeiters
  • Vorruhestandsleistungen und -gelder, Abfindungen

Quelle: https://petition.foebud.org/FoeBuD/informationen-zu-elena

Aber man hat ja nichts zu verbergen.

Ein halbes Jahr lang wird gespeichert, wer wann mit wem wie lange telefoniert hat.

Klar, kann doch  jeder wissen.

Die Leute mit der payback-Karte sollten gleich ganz still sein. Oder ist denen nicht klar, was man da für hervorragende Personenprofile erstellen kann? Freitag 17:00 kurz vor Hamburg an der Autobahn getankt, Super, 70l, noch eine Telefonkarte gekauft, 19:30 34 EUR in der Drogerie am Bahnhof ausgegeben, 23:00 Rechnung im Restaurant bezahlt, na warum denn nicht, ist doch nichts dabei und man hat doch auch gerne die Prospekte in Briefkasten.

Hier gleich mal was zum Nachdenken: Sorry, wrong Profile

Irgendwie scheint den Durchschnittsbürger nicht zu interessieren, was alles an wirklich persönlichen Daten schon gesammelt, korelliert, ausgewertet, verkauft wird. Aber der Anblick des Hauses, in dem man wohnt, in dem man gewohnt hat, in dem man vielleicht mal wohnen wird - der ist plötzlich unglaublich schützenswert und den darf natürlich niemand sehen.

Google hätte auf die Seite zum “Antrag auf Unkenntlichmachung Ihres Gebäudes” einfach noch nen großen Payback-Button machen sollen zur Bestätigung der Gebäudeansicht, dann hätte sich das Problem wahrscheinlich schon längst geklärt.