Nicht gut

Wozu eigentlich noch Kirchensteuer?

von: Irmgard 9. Juni 2010

Wenn doch der Staat jährlich noch fast eine halbe Milliarde Euro drauflegt?

http://www.spiegel.de/video/video-1069449.html

Ist ganz schön krass…

Zu DDR-Zeiten bekam ein Pfarrer ca 500 DM (NICHT vom Staat), vovon er, falls er in einem Orden war, den größten Teil abgeben mußte und nur eine geringe Summe für die persönliche Lebensführung behielt.

Aber mit dem Armutsgebot hat mans heute offenbar nicht mehr so: Gehälter von Klerikern (Stand 2004)

Restmüllmenge

von: Irmgard 3. Januar 2010

So, das ist das erste Unwort, über das ich mich dieses Jahr ärgere.

Vor 2 Jahren wurde in unserer Wohnanlage die Erfassung des Hausmülls pro Wohnung eingeführt. Damals hatte ich mich über die Grundgebühr von 5l Müll pro Person und Woche mokiert.

Bei der Betriebskostenabrechnung für 2008 hatte man sich dann entschieden, die Gesamtkosten für den Müll zu teilen: 30% wurden nach Wohnfläche umgelegt - das waren für uns 78 EUR - und 70% nach Müllaufkommen - das waren für uns 3 Personen 165l, die mit 45 EUR zu Buche schlugen.

Na ja, fand ich zwar immer noch ungerecht, aber im Vorjahr waren es 365 EUR für die Müllentsorgung, da hab ich das Blatt abgeheftet und gut.

Jetzt schreibt uns aber unsere Wohnungsverwaltung, daß sie diese “Restmüllmenge” nun doch zum Ansatz bringen wollen, weil

[…] es Haushalte gibt, die die Abfallschleuse bisher nicht nutzten. Parallel dazu sind Umsortierungen duch die Mitarbeiter […] unerlässlich.
Um künftig weiterem Fehlverhalten bei der Restmüllentsorgung vorzubeugen, werden wir ab dem 1.1.2010 diese Mindestmenge in Ihrer Wohnanlage zum Ansatz bringen.”

Wie dämlich ist das denn? Wer soll sich denn dann noch die Mühe machen, den Müll zu sortieren, wenn so oder so mindestens 520l Müll pro Jahr berechnet werden?

Dann stopft doch jeder erst recht seinen Müll in die erstbeste freie Tonne, egal ob sie nun blau oder gelb oder braun ist.

30000 neue Opfer der Schweinegrippe

von: Irmgard 19. August 2009

Erste Kasse erhebt Zusatzbeitrag
Knapp acht Monate nach Inkrafttreten des Gesundheitsfonds hat die erste Krankenkasse angekündigt, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Die 30.000 Mitglieder der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln (GBK) sollen rückwirkend zum 1. Juli acht Euro mehr im Monat zahlen. […]
Als dann aber klar geworden sei, dass durch die Schweinegrippe eine weitere Belastung von 600.000 Euro auf die 30.000 Mitglieder zählende Krankenkasse zukomme, sei dieser Schritt notwendig geworden.

(Quelle: Tagesschau.de)

Für wie doof halten die uns eigentlich?
600.000 EUR Impfkosten
30.000 Mitglieder

also 20 EUR pro Mitglied

Was es kosten würde, die Grippefälle zu behandeln, geht schon mal gleich gar nicht in diese Rechnung ein.

Aber weiter:
ab 1.7. 8 EUR also zusätzlich pro Mitglied
Das wären allein in diesem Jahr 48 EUR pro Mitglied = 1.440.000 EUR
Und in jedem weiteren Jahr 2.880.000 EUR zusätzlich.
Tolle Sache.

Barack Obama wäre in Deutschland nie Präsident geworden

von: Irmgard 13. August 2009

Klarmachen zum Ändern!Am 11. August bekundete die CDU Thüringen noch ihre Solidarität mit Zeca Schall und kündigte an, auf ihrer website ein Gästebuch einzurichten, worin man seiner Unterstützung für Schall Ausdruck verleihen könne.  Der gebürtige Angolaner war massiven Drohungen und Beleidigungen durch die NPD ausgesetzt.

Seit heute überklebt die CDU in Thüringen ihre Wahlplakate, auf denen Zeca Schall freundlich lächelnd hinter Althaus stand.

Welche Verlogenheit!

Angeblich wäre das eine schon  lange geplante Aktion. Also hat man schon länger geplant, den farbigen Mitbürger wieder von den Wahlplakaten verschwinden zu lassen oder wie?

Und rein zufällig werden die Plakate genau dann überklebt, als die Braunhemden in unserem Land anfangen, darin einen Grund für ihre Hetze zu sehen?

Was für ein Scheiß!

Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist

von: Irmgard 23. Januar 2009

und Gott, was Gottes ist.

Diese 2000 Jahre alte Anweisung von Jesus haben unsere Staatskirchen schon lange verdrängt.

Ist ja auch so viel bequemer: Der Staat treibt die Kirchensteuern ein (praktischerweise auch gleich noch von Menschen, die gar nicht in der Kirche sind), zahlt die Gehälter und missioniert in den Schulen.

Damit mich keiner falsch versteht: ich habe nichts gegen Religionsunterricht. Ich bin selber 10 Jahre lang jede Woche zum Reli gegangen, meistens hats auch Spaß gemacht.

Ab der 8. Klasse hatten wir einen phantastischen Pfarrer -Jesuit - bei dem wir eine Menge gelernt haben und der uns immer wieder zum logischen Nachdenken und Hinterfragen bewegt hat.

Aber - dieser Reli-Unterricht fand selbstverständlich in der Gemeinde statt. Wo denn auch sonst. Die Gemeinde hat die Kinder auch begleitet bei ihrem Kommunions- oder Firm- bzw. Konfirmanden-Unterricht.
Sollen die Kinder dann heute zweimal zum Reli gehen - einmal in die Schule und einmal in die Gemeinde?

Die Katholen sind jedenfalls jede Woche zum Pfarrer getrabt und die Evangelen zum Pastor. Gelegentlich sind wir auch mal mit der Freundin zur “Konkurrenz” gegangen, um mal zu sehen, wie es dort ist.

Anstelle unseres unsäglichen “Staatsbürgerkunde”-Unterrichtes haben wir uns in der Schule sehr ein Fach gewünscht, wo z.B. die großen Religionen der Erde vorgestellt werden, wo man etwas über fremde Kulturen lernt - und zwar für alle Kinder.

Das also, was heutzutage das Fach “Ethik” so einigermaßen versucht, abzudecken. Dieses Gezoffe um den Religionsunterricht in den Schulen habe ich seit der Wende nicht nachvollziehen können - der gehört in die Gemeinden und nicht in öffentliche Bildungseinrichtungen.

Von wegen kinderfreundlich …

von: Irmgard 2. Juni 2008

Ein neues Baby ist da - ein neues “Firmenbaby”. Die Kollegen gratulieren dem stolzen Papa und der Chef will, wie auch schon bei den 14 Vorgängern, eine kleine steuerfreie Zulage zahlen.

Das waren mal 700 DM, dann 350 EUR, dann 315 EUR - und nun dank unserer kinderfreundlichen Regierung gar nichts mehr.

Wer das entschied, hat aller Wahrscheinlichkeit nach kein Gefühl mehr für den Wert von 350 EUR und was das für eine Familie mit normalem Einkommen bedeutet.

Nun, dann werde ich eben etwas kreativ sein, was die Auszahlung anbelangt …

Ich brauche mehr Müll

von: Irmgard 15. April 2008

Nachdem sich die Müllgebühren im vorigen Jahr vervierfacht haben, da hatte nun unsere Wohnungsverwaltung eine Initiative ergriffen.

Bisher gab es 4 große graue Container, in welche die Hausbewohner alles mehr oder weniger unsortiert einwarfen. Richtig teuer also. Es gab zwar noch eine große Tonne für Plaste, aber die war ständig voll und noch eine für Papier und 2 Biotonnen, wo die Plastebeutel mit den Kartoffelschalen eingeworfen wurden.

Ab Januar wurde alles besser und eine private Entsorgungsfirma engagiert, welche Müllcontainer mit Klappe aufstellte und einem jeden Haushalt einen Chip und eine Gebrauchsanweisung dieser Müllklappen aushändigte. Man kann 5l oder 20l Beutel einwerfen und der Müll wird dann einzeln abgerechnet.

Papierkorb von 2 Wochen Prima, hab ich gedacht, endlich wird Mülltrennung auch mal finanziell und nicht nur moralisch gewürdigt. Es dauert ein paar Minuten länger, den Papierkorb auseinanderzusortieren, als ihn einfach in den großen Müllsack zu kippen, aber das war es mir wert.

Viel bleibt wirklich nicht übrig: das Meiste ist Papier, dann eine kleine Menge Plastemüll, die Tempos verrotten und kommen in die Biotonne - 2 Butterbrotpapiere, eine alte CD und ein Stück Siegellack für die Müllabfuhr.
Müll - getrennt

4l  Müll Dieses hier ist der Restmüll von 3 Personen in 2 Wochen: ehrlich. Also ca 4l. (Die Weinflasche steht zum Größenvergleich daneben.)

Und wie ich dabei war, stolz auf mich sein, fiel mir das Schreiben dieser Entsorgungsfirma in die Hände und ich las auch mal das Kleingedruckte:
Es gibt eine Grundgebühr, die sich aus 15l Müll pro Person und Woche ergibt!

Da müßte ich in 2 Wochen mit 3 Personen 90l Müll sammeln! Das wären fast 2 solcher Beutel voll pro Tag. Ich fühle mich ein wenig überfordert damit, soviel Müll zu produzieren - und ganz schön abgezockt.

Datenverarbeitung eins

von: Irmgard 12. April 2008

Wenn man irgendwo falsch oder zu lange parkt, bekommt man einen kleinen Zettel, wo drauf steht, was das gekostet hat. Man hat nun die Wahl, selbige Gebühr zu bezahlen oder zu beteuern, daß man es gar nicht war oder gar nicht wollte, wobei letzeres eigentlich nie zum Erfolg führt.

So weit nichts Neues.

Die Stadt Erfurt hat sich aber nun was Neues ausgedacht. Man bekommt keinen Zettel mehr, wo drauf steht, was es kostet, sondern nur einen Zettel, wo man erst mal seinen Namen und seine Anschrift hinschreiben muß und dann einen Zettel bekommen soll, wo drauf steht, was man zu zahlen hat. So weit habe ich es allerdings noch nie ausprobiert - vor allem, weil es gar nicht mein Name wäre, sondern der eines Kollegen, der mit einem Firmenwagen zu lange oder falsch geparkt hat.

Wie komme ich denn dazu, irgendwelche Datenbanken mit Adressen zu füllen.

Auf meine Anrufe beim Ordnungsamt wurde mit Unverständnis reagiert, das wäre eben jetzt gesetzlich so und eine Firma könne schließlich kein Auto führen und demzufolge auch keinen Strafzettel bekommen.
Andere Städte haben damit kein Problem - aber auch das war kein Argument.

Ein Brief an den Datenschutzbeauftragten mit Bitte um Klärung dieser Verhaltensweise und Nachweis, was mit diesen gesammelten Daten geschehe, wurde damit beantwortet, daß das alles seine Richtigkeit habe und kein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen erkennbar sei.

Ach ja: wenn man die Fragen nicht beantwortet, kostet es mindestens 25 EUR, auch wenn das Falschparken nur 5 EUR gekostet hätte und man soll angeblich dazu verdonnert werden, ein Fahrtenbuch zu führen, damit man künftig den falschparkenden Menschen verpetzen könne.

Nun gut. Werde ich also weiterhin im Bußgeldkatalog blättern und mir die Strafe selber heraussuchen und bezahlen. Das geht immerhin noch.