Wir haben einen Gast

von: Irmgard 25. November 2008

Er hört weder auf seinen Namen Ivan, noch auf Wuschel oder Kater oder Schmusetier oder komm-her-hier-gibts-was-zu-futtern, aber das macht nichts. Er freut sich dafür außerordentlich, wenn wir nach Hause kommen, nachdem er die ersten Tage im Neuen Heim uns wohl doch das Catnapping übel genommen hat.

Er lief klagend durch die Wohnung und vermißte sicherlich sein Frauchen und überhaupt die gewohnten Dinge. Dann überwog die Neugier und er nahm die Wohnung Stück für Stück in Besitz.

Wuschliger Kater

Er ist sehr kuschelig und verschmust und verbringt vermutlich den meisten Teil des Tages mit Schlafen, nachdem er alle Sofas und Sessel und Fensterbänke und Teppichstellen ausprobiert hat.

So genau weiß ich es allerdings nicht, denn irgendwo müssen die Katzenhaare auf meiner Tastatur ja herkommen und zum Schlafen stelle ich mir diesen Ort doch ein wenig unbequem vor.

Mit Paul hat er sich schnell angefreundet, er springt ihm sogar auf den Schoß, wenn Paul Geige übt. Schließlich hat nichts wichtiger zu sein als eine Katze, das kennen wir ja nun schon lange.

Er ist allerdings ein wenig erbittert, weil Paul ihn nur tagsüber in sein Zimmer läßt, wenn er auch zu Hause ist und ansonsten die Tür zu hält. Wenn die Erbitterung zu groß ist, verleiht er ihr lautstark Ausdruck - vorzugsweise nachts gegen 2:00 Uhr. Ich hoffe, die Nachbarn haben einen festen Schlaf.

Wir tragen es auch mit Fassung, daß der Kater vor 3 verschieden gefüllten Futternäpfen steht, uns mit großen Augen absolut vorwurfsvoll und anklagend anschaut und dann empört mauzend die Küche verläßt.

Dafür schnurrt er dann sehr lieb, wenn man ihn hochnimmt.

Ein Kommentar zu “Wir haben einen Gast”

  • Dorothea Zelck-Steffen schrub am 25. November 2008 um 14:37 Uhr

    Liebe Familie,
    ich möchte mich auch einmal bei Ihnen bedanken, Sie haben Ivan so liebevoll aufgenommen. Vor (ich glaube)17 Jahren haben wir Ivan als kleinen Norweger gekauft.

    Seine ersten Lebensjahre ertrug er mit viel Geduld die ersten Geigenübungen unserer jüngeren Tochter.

    Er war der große Liebling in dem Mehrfamilienhaus und jeder hatte eine Streicheleinheit für ihn. Der riesige Garten war befreit von Mäusen und Maulwürfen.
    Dann kam der Tag an dem er nicht mehr raus wollte, er war da ca.10 Jahre alt.
    Wir dachten, er hätte noch 1-2 Jahre und so nahm
    die “Große” ihn dann als “Beistand” mit, zum Studium nach Dresden genommen und beide hatten eine
    super tolle Zeit.

    Jetzt mußte die “Große” Dresden verlassen und konnte Ivan nicht mitnehmen, und wir konnten ihn nicht zurücknehmen.

    Sie haben ihn so liebevoll aufgenommen DANKESCHÖN

    Einen Gruß aus dem Taunus

my 2 cents