Internet-Queen und Silver Surfer
Es mag so an die 12 Jahre oder länger her sein, da war die “Internet-Queen” den Zeitungen seitenfüllende Artikel wert. Wenn ich mich recht erinnere, gab es auch Beiträge im Fernsehen dazu.
Jedenfalls fand ich es bemerkenswert, daß ein junges Mädchen einfach dadurch ins Licht der Öffentlichkeit rücken konnte, indem sie den ganzen Tag E-Mails schickte und mit Leuten aus aller Welt chattete.
Bloß so zur Erinnerung: an Google war noch nicht zu denken, es gab Deja-News und jede Menge Chats, man hatte nur richtige E-Mails in seinem Postfach (Spam kam erst später dazu) und die DSL-Flatrate war auch noch nicht erfunden.
Jetzt werden nicht die Jungen, sondern die Alten bewundert, die sich im Internet tummeln.
In der Zeitung lese ich, daß man ab 50 ein “Silver Surfer” ist und daß es offensichtlich genauso bemerkenswert ist, wenn ein solches Wesen E-Mails schreibt oder chattet oder gar das neumodsche Facebook oder Twitter nutzt.
Bis dahin habe ich zwar noch ein Jahr Zeit und vor dem “Silver” wird mich der Herr Schwartzkopf auch noch eine Weile bewahren, aber trotzdem. Ich hab noch 16 Jahre bis zur Rente und bin schon bald Senior - wow.
Aber das “Surfen” im Netz soll ja fit halten und Handys schützen vor Demenz.
BTW: Ich frag mich, wer den Blödsinn mit dem “Surfen” erfunden hat. Das bereitet schon fast Schmerzen, das immer wieder zu lesen.