Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist

von: Irmgard 23. Januar 2009

und Gott, was Gottes ist.

Diese 2000 Jahre alte Anweisung von Jesus haben unsere Staatskirchen schon lange verdrängt.

Ist ja auch so viel bequemer: Der Staat treibt die Kirchensteuern ein (praktischerweise auch gleich noch von Menschen, die gar nicht in der Kirche sind), zahlt die Gehälter und missioniert in den Schulen.

Damit mich keiner falsch versteht: ich habe nichts gegen Religionsunterricht. Ich bin selber 10 Jahre lang jede Woche zum Reli gegangen, meistens hats auch Spaß gemacht.

Ab der 8. Klasse hatten wir einen phantastischen Pfarrer -Jesuit - bei dem wir eine Menge gelernt haben und der uns immer wieder zum logischen Nachdenken und Hinterfragen bewegt hat.

Aber - dieser Reli-Unterricht fand selbstverständlich in der Gemeinde statt. Wo denn auch sonst. Die Gemeinde hat die Kinder auch begleitet bei ihrem Kommunions- oder Firm- bzw. Konfirmanden-Unterricht.
Sollen die Kinder dann heute zweimal zum Reli gehen - einmal in die Schule und einmal in die Gemeinde?

Die Katholen sind jedenfalls jede Woche zum Pfarrer getrabt und die Evangelen zum Pastor. Gelegentlich sind wir auch mal mit der Freundin zur “Konkurrenz” gegangen, um mal zu sehen, wie es dort ist.

Anstelle unseres unsäglichen “Staatsbürgerkunde”-Unterrichtes haben wir uns in der Schule sehr ein Fach gewünscht, wo z.B. die großen Religionen der Erde vorgestellt werden, wo man etwas über fremde Kulturen lernt - und zwar für alle Kinder.

Das also, was heutzutage das Fach “Ethik” so einigermaßen versucht, abzudecken. Dieses Gezoffe um den Religionsunterricht in den Schulen habe ich seit der Wende nicht nachvollziehen können - der gehört in die Gemeinden und nicht in öffentliche Bildungseinrichtungen.

Ein Kommentar zu “Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist”

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