Restmüllmenge

von: Irmgard 3. Januar 2010

So, das ist das erste Unwort, über das ich mich dieses Jahr ärgere.

Vor 2 Jahren wurde in unserer Wohnanlage die Erfassung des Hausmülls pro Wohnung eingeführt. Damals hatte ich mich über die Grundgebühr von 5l Müll pro Person und Woche mokiert.

Bei der Betriebskostenabrechnung für 2008 hatte man sich dann entschieden, die Gesamtkosten für den Müll zu teilen: 30% wurden nach Wohnfläche umgelegt - das waren für uns 78 EUR - und 70% nach Müllaufkommen - das waren für uns 3 Personen 165l, die mit 45 EUR zu Buche schlugen.

Na ja, fand ich zwar immer noch ungerecht, aber im Vorjahr waren es 365 EUR für die Müllentsorgung, da hab ich das Blatt abgeheftet und gut.

Jetzt schreibt uns aber unsere Wohnungsverwaltung, daß sie diese “Restmüllmenge” nun doch zum Ansatz bringen wollen, weil

[…] es Haushalte gibt, die die Abfallschleuse bisher nicht nutzten. Parallel dazu sind Umsortierungen duch die Mitarbeiter […] unerlässlich.
Um künftig weiterem Fehlverhalten bei der Restmüllentsorgung vorzubeugen, werden wir ab dem 1.1.2010 diese Mindestmenge in Ihrer Wohnanlage zum Ansatz bringen.”

Wie dämlich ist das denn? Wer soll sich denn dann noch die Mühe machen, den Müll zu sortieren, wenn so oder so mindestens 520l Müll pro Jahr berechnet werden?

Dann stopft doch jeder erst recht seinen Müll in die erstbeste freie Tonne, egal ob sie nun blau oder gelb oder braun ist.

my 2 cents